Schulentwicklung


Kleines Klassenzimmer Wenn alle gewinnen

Kleines Klassenzimmer

Wenn alle gewinnen

Timeouts sind für alle positiv: für die, die rausgehen und zurückkommen und für die, die drinnenbleiben.

Immer wieder werden wir von Eltern gefragt, was denn der Unterschied sei zwischen dem Förderunterricht und dem Unterricht im "Kleinen Klassenzimmer" (Time-out). Im Förderunterricht werden Schülerinnen und Schüler einzeln oder in kleinen Gruppen (nicht klassenübergreifend) gezielt gefördert, z.B. in Mathematik oder Deutsch. Wer Förderunterricht hat, besucht diesen regelmässig über einen bestimmten Zeitraum hinweg.

Das kleine Klassenzimmer (ursprünglich "Time-out") bietet Schülerinnen und Schülern von der 1. bis zur 9. Klasse die Möglichkeit in einem geschützten, ruhigen Raum zu arbeiten, zu sich zu kommen oder ihr Kopf- oder Bauchweh abklingen zu lassen. Die Gruppen (meistens sind es drei bis fünf Kinder) sind altersdurchmischt. Einige Kinder kommen über eine bestimmte Zeit regelmässig, andere kommen spontan und bleiben solange wie es die Situation, aus der heraus sie gekommen sind, erfordert. Im kleinen Klassenzimmer führt und betreut eine pädagogisch geschulte Person eine immer wieder neu formierte Kindergruppe, sie bietet aber keinen Förderunterricht an.

Oberstes Ziel des Timeout-Pilotprojekts ist es zu zeigen, dass mit einem gezielten, systematischen und strukturell unterstützten Einsatz von Timeouts gegenüber dem jetzigen Zustand eine deutliche Verbesserung zu erreichen ist – für die betroffenen Kinder ebenso wie für die Lehrkräfte, die Eltern und die Mitschülerinnen und Mitschüler. Die Verbesserung soll bei verhältnismässig geringen Zusatzkosten erreicht werden.

Weitere Ziele:

Stärkung des Kindes: Die „Timeout-Kinder“ erleben in der kleineren, klassenübergreifenden Gruppe eine Reduktion des Schulstresses, eine Wertschätzung für ihre individuelle Situation und eine Stärkung des Selbstwertgefühls.

Beschulbarkeit: Die „Timeout-Kinder“ bleiben durch die Nutzung des Timeout-Angebots an der RSSM beschulbar.

Qualität des Schulbetriebs: Die Klassen der „Timeout-Kinder“ (KlassenkollegInnen und Lehrpersonen) profitieren von der Verringerung der Störungen. Alle Beteiligten – die „Timeout-Kinder“, die Lehrpersonen, die KlassenkollegInnen und die Eltern – erleben subjektiv eine Verbesserung und lernen mit der Besonderheit der Situation umzugehen.

Interview mit Christiane Hewel zum kleinen Klassenzimmer.