Schulentwicklung


Schulentwicklung

Schulentwicklung an der RSSM

Anpassen, verändern, bewegen, für Neues Raum schaffen.

 

Die RSSM will mit ihrem pädagogischen Angebot dem steten Wandel in unserer Gesellschaft Rechnung tragen. Sie trägt einerseits dafür Sorge, dass im täglichen Ablauf für die Schüler und Eltern Kontinuität und Sicherheit gewährleistet ist, andererseits erarbeitet das Kollegium regelmässig in seinen Konferenzen und Arbeitsgruppen Schritte, um besser und gezielter auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern in ihrem sich verändernden Umfeld eingehen zu können.

Individualität

Die RSSM möchte jedem Kind abgestimmt auf seine individuellen Bedürfnisse möglichst umfassend den ihm gemässen Entwicklungsraum geben.
Sie arbeitet konzeptionell an der individuellen Lernumgebung für Kinder mit Teilbegabungen und Förderbedarf wie auch für sehr begabte Kinder.   

Gemeinsamkeit

In der RSSM werden in klassenübergreifendem Fachunterricht die Lernprozesse individualisiert und soziales Lernen verstärkt.

In geeigneten Fächern und Projekten bezieht die Schule die Lernenden mit ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und Wünschen bewusst ein. Das verstärkt das Erlebnis des eigenen Lernweges und fördert die sozialen Prozesse innerhalb der Lerngruppe.

Dabei soll trotz Wahlmöglichkeiten das grundlegende Curriculum erfüllt werden und durch den altersentsprechenden, stufengemässen Hauptunterricht die Klassengemeinschaft erhalten bleiben .

Lebensraum

Die RSSM arbeitet daran, ihre Strukturen in Richtung Tagesschule zu erweitern. Sie möchte durch ein familienergänzendes Angebot den Bedürfnissen der Eltern entgegenkommen. In dem anzustrebenden Lebensraum möchten wir Geborgenheit, klare Strukturen und sinnvolle Anregungen bieten.

Es geht weiter

Die Veränderungen werden mit den Methoden der Praxisforschung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Praxisforschung (eine Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft der Rudolf Steiner Schulen Schweiz) entwickelt.

Wege zur Qualität

Die RSSM wurde 2002 als erste Schweizer Steinerschule zertifiziert. Und die Arbeit geht weiter.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Oder wenden Sie sich an die zuständige Person der Schulleitung: Vanessa Pohl, vanessa.pohl@rssm.ch

Mittelstufenkonzept

Dem Wandel der Zeit gerecht werden.

Sich den Bedürfnissen der Schülerinnen anpassen, Neues wagen, Bewährtes beibehalten.

Die Rudolf Steiner Schule Münchenstein hat im Rahmen ihres Forumprozesses 2008 ein neues Konzept für die Mittelstufe (7. bis 9. Klasse) erarbeitet, um den sich stetig verändernden gesellschaftlichen und pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden.

Weitere Informationen zum Mittelstufenkonzept finden Sie im Kurzbeschrieb hier.

SEKO

Schulentwicklungskonferenz

Zusammen die Zukunft der Schule gestalten.

Diese Konferenz findet jede 2. Woche jeweils am Dienstag statt. Die Teilnahme ist für alle Kollegen, die mindestens 1 Jahr an der Schule sind, freiwillig, aber nach Teilnahmezusage verbindlich. In dieser Konferenz werden perspektivisch Schulentwicklungsfragen behandelt und Richtungsentscheide getroffen.

Leitung: Brigitte Kohler, brigitte.kohler@rssm.ch

 

Kleines Klassenzimmer

Wenn alle gewinnen

Timeouts sind für alle positiv: für die, die rausgehen und zurückkommen und für die, die drinnenbleiben.

Immer wieder werden wir von Eltern gefragt, was denn der Unterschied sei zwischen dem Förderunterricht und dem Unterricht im "Kleinen Klassenzimmer" (Time-out). Im Förderunterricht werden Schülerinnen und Schüler einzeln oder in kleinen Gruppen (nicht klassenübergreifend) gezielt gefördert, z.B. in Mathematik oder Deutsch. Wer Förderunterricht hat, besucht diesen regelmässig über einen bestimmten Zeitraum hinweg.

Das kleine Klassenzimmer (ursprünglich "Time-out") bietet Schülerinnen und Schülern von der 1. bis zur 9. Klasse die Möglichkeit in einem geschützten, ruhigen Raum zu arbeiten, zu sich zu kommen oder ihr Kopf- oder Bauchweh abklingen zu lassen. Die Gruppen (meistens sind es drei bis fünf Kinder) sind altersdurchmischt. Einige Kinder kommen über eine bestimmte Zeit regelmässig, andere kommen spontan und bleiben solange wie es die Situation, aus der heraus sie gekommen sind, erfordert. Im kleinen Klassenzimmer führt und betreut eine pädagogisch geschulte Person eine immer wieder neu formierte Kindergruppe, sie bietet aber keinen Förderunterricht an.

Oberstes Ziel des Timeout-Pilotprojekts ist es zu zeigen, dass mit einem gezielten, systematischen und strukturell unterstützten Einsatz von Timeouts gegenüber dem jetzigen Zustand eine deutliche Verbesserung zu erreichen ist – für die betroffenen Kinder ebenso wie für die Lehrkräfte, die Eltern und die Mitschülerinnen und Mitschüler. Die Verbesserung soll bei verhältnismässig geringen Zusatzkosten erreicht werden.

Weitere Ziele:

Stärkung des Kindes: Die „Timeout-Kinder“ erleben in der kleineren, klassenübergreifenden Gruppe eine Reduktion des Schulstresses, eine Wertschätzung für ihre individuelle Situation und eine Stärkung des Selbstwertgefühls.

Beschulbarkeit: Die „Timeout-Kinder“ bleiben durch die Nutzung des Timeout-Angebots an der RSSM beschulbar.

Qualität des Schulbetriebs: Die Klassen der „Timeout-Kinder“ (KlassenkollegInnen und Lehrpersonen) profitieren von der Verringerung der Störungen. Alle Beteiligten – die „Timeout-Kinder“, die Lehrpersonen, die KlassenkollegInnen und die Eltern – erleben subjektiv eine Verbesserung und lernen mit der Besonderheit der Situation umzugehen.

Interview mit Christiane Hewel zum kleinen Klassenzimmer.