VON DER 1. BIS ZUR 12. KLASSE


Schule 1.–12. Klasse

Von der 1. bis zur 12. Klasse

 

Zur Individualität erwachen und stark werden.

Unsere Lehrkräfte unterrichten nach dem anthroposophischen Menschenbild von Rudolf Steiner. Die Kinder und Jugendlichen werden in Jahrgangsklassen geführt und altersgerecht gefördert und gefordert. Die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer begleitet die Klasse bis in das 7. Schuljahr. Einen Überblick über die Lerninhalte der einzelnen Klassen gibt Ihnen der Lehrplan der RSSM.

 

Zu den wesentlichen Merkmalen des Unterrichts gehören:

  • Arbeit in Epochen (Deutsch, Mathematik, Geschichte, Physik u.a.)
  • Künstlerisch-handwerkliche Tätigkeiten 1. - 12. Klasse
  • Französisch und Englisch ab der 1. Klasse
  • Bewegtes Klassenzimmer bis in die 3. Klasse
  • Portfolio-Arbeit ab der 7. Klasse.

 

Die Eltern jeder Klasse werden an vier Elternabenden pro Jahr über den Schulalltag und die Entwicklung der Kinder informiert. An den Quartalsfeiern und den zahlreichen Eurythmie-, Theater- und Konzertauftritten geben die Schüler einen Einblick in ihr Können.

Die RSSM empfiehlt die FOS Freie Mittelschule in Muttenz und die RSS Birseck in Aesch als unsere Mittelschulstufen, weil diese beiden Schulen ein umfassendes Angebot für alle Leistungsstufen der SchülerInnen anbieten und die bei uns gepflegte pädagogische Arbeit in unserem Sinn weiterführen.

Die Elternbeiträge werden anhand der Beitrags-Richtlinien unserer Schule festgelegt, sie sind einkommensabhängig  (nähere Informationen finden Sie hier).

Die Ferien richten sich nach dem Ferienplan des Kantons Basel-Landschaft.

1. BIS 3. Klasse

Eintrauchen in die Welt des Lernens und das Neue mit allen Sinnen erfarhren!

Die Welt der Zahlen und Buchstaben ist für viele, wenn auch nicht alle frischgebackenen Schulkinder ein Buch mit sieben Siegeln. Gemäss der Pädagogik Rudolf Steiners soll der Zugang in dieses unbekannte Land nicht einseitig über den Kopf geschehen. Vielmehr werden die Buchstaben und Zahlen im Epochen-Unterricht umfassend „begriffen“ und mit allen Sinnen erfahrbar gemacht. Sie begegnen dem Kind in unterschiedlichster Form: Mal stehen sie gross hingemalt an der Tafel oder erscheinen ihnen in der Geschichtenecke eingebunden in Märchen oder Sagen. Aus Wachsknete werden Buchstaben geformt, Äste werden zu Hölzchen zersägt, mit denen die Zahlen gelegt werden können.

Ab der 2. Klasse werden dem Kind die menschlichen Eigenschaften über Fabeln näher gebracht. Es macht Bekanntschaft mit dem schlauen, aber oft gemeinen Fuchs oder lernt den lieben, jedoch tolpatschigen Bär kennen. Legenden vermitteln ihm das Gute im Menschen.

Unterrichtsform ist das bewegten Klassenzimmers. Je nach Unterrichtsinhalt können die Bänke im Kreis oder Halbkreis oder auch einzeln aufgestellt werden. Sie lassen sich schnell auf die Seite schieben, um Platz für Kreisspiele zu schaffen oder um auf den Bodenkissen Flöte und Kantele zu spielen. Zusammengeschoben werden sie zum grossen Tisch, an dem die Klasse gemeinsam ihr Znüni isst. Und auf den Holmen der umgedrehten Bänke kann das Balancieren geübt werden.

Die 1. und 2. Klasse geht zum Spielen in ihren eigenen Hof. Manchmal ziehen alle gemeinsam los in Richtung Wald oder lauschen zusammen einer Geschichte. Auch die Jahreskreisfeste werden mit der ganzen Elementarstufe gemeinsam gefeiert. In den Pausen sind die Zweitklässler schon ganz stolz, auf den grossen Pausenhof zu dürfen.

 

DIE STUFENKLASSE

Mit Beginn des Schuljahres 2016-2017 haben wir an der RSSM eine Stufenklasse für die 1., 2. und 3. Klasse eingeführt. Nebst organisatorischen Gründen haben uns jedoch vor allem auch pädagogische Gesichtspunkte dazu bewogen, diesen Schritt in den unteren Klassen zu vollziehen. Es ist für die Kinder anregender, in altersdurchmischten Gruppen mit und an anderen zu lernen. Es fördert das selbständige und eigenverantwortliche Lernen - ein wesentliches Ziel der Rudolf Steiner-Pädagogik. Ebenso wichtig ist es für die Kinder, in der Klassengemeinschaft Fülle zu erleben, um einer möglichen Vereinzelung entgegenzuwirken, und im sozialen Miteinander einen Spielpartner unter älteren und jüngeren Klassenkameraden wählen zu können. Auch verlieren Auffälligkeiten und Besonderheiten einzelner Kinder in der grösseren Gemeinschaft an Bedeutung. 

So werden also einige Unterrichtseinheiten mit allen Kindern gemeinsam durchgeführt. Wenn es jedoch um altersgemässe Lerninhalte geht, werden die Kinder in der ihnen entsprechenden Klassenstufe getrennt unterrichtet. Christiane Hewel ist die hauptverantwortliche Klassenlehrerin. Zwei weitere Lehrkräfte assistieren und übernehmen den Klassengetrennten Unterricht.

Wir sind sehr gespannt auf die Erfahrungen, die wir im kommenden Schuljahr mit dieser Neuerung machen dürfen. Schweizweit sind wir in Münchenstein nicht die ersten, die diesen Schritt vollziehen. Auch an anderen Orten (z.B. an den Rudolf Steiner Schulen in Langnau und Kreuzlingen) hat man die Vorzüge der Stufenklasse erkannt und damit viele positive Erfahrungen gesammelt.

4. bis 6. Klasse

Mit geschärftem Blick auf die Welt schauen

Immer besser vermag das Kind nun mit klarem Blick den Dingen auf den Grund gehen und komplexe Vorgänge verstehen.

Die Jahre der Grundstufe sind geprägt vom Entwicklungsbedürfnis des Kindes nach Lebenssicherheit. Die Natur und der Mensch werden altersgemäss, vom gemüthaften Verstehen hin zum denkenden Erfassen, distanzierter und genauer beobachtet. Das Kind will verstehen, was um es herum geschieht, es setzt sich jetzt aktiv mit seiner Umwelt auseinander. Der Lernstoff beinhaltet die Grundtätigkeiten des Menschen, die in Epochen und Projekten kennen gelernt werden (Vom Korn zum Brot, Schmieden, Wolle spinnen, Weben, Hausbauepoche u.a.). Diverse Biologie- und Geologie-Epochen geben Einblick in die Entstehung unserer Welt und in ihre Vielfalt. Oft finden in diesem Zusammenhang auch erste Exkursionen und Lager statt.

Die Kinder erhalten über die Menschheitsgeschichte (Altes Testament) erste Antworten auf die Fragen "Woher komme ich? Wer oder was bin ich?". Von der Heimatkunde geht es zurück in ferne Zeiten und Kulturen: Indien, Persien, Ägypten und die alten Griechen. Die Kinder rezitieren Verse in der Originalsprache und lernen die Schrift kennen und schreiben. In der Eurythmie, im Malen und Plastizieren wird ebenfalls auf die Kulturen dieser Völker eingegangen.

Das Formenzeichnen wird nun zur Geometrie. Die Formen werden exakt konstruiert, erste Lehrsätze und deren Beweise kennengelernt. In der Mathematik werden zunächst die Grundrechnungsarten erarbeitet, bevor die Kinder dann auf vielfältige Art die Masse kennen lernen. Sie üben sich im Bruch- und Dezimalrechnen und erhalten durch das Prozentrechnen Einblick in die Zinse und deren Bedeutung in der Geschäftswelt.

Die Arbeiten zu planen, sich und die Aufträge selbständig zu organisieren und exakt zu arbeiten wird gefördert.

Die Bewegungselemente der Elementarstufe werden durch den Turnunterricht abgelöst. Die Sommerspiele und das Zirkusprojekt bieten zusätzlich die Möglichkeit für differenzierte Körpererlebnisse.

7. bis 9. Klasse

Sich in die Welt stellen, sich neu erfinden, zu sich finden und sich zurechtfinden.

Die Pubertät beginnt mit einem neuen, stark gefühlsbetonten Interesse an der Welt. In der Mittelstufe (7. bis 9. Klasse) wird die Klassenlehrerin immer weniger wichtig. Sie übergibt im Lauf des 7. Schuljahres die Klasse an einen Klassenbegleiter.

Die Jugendlichen wollen jetzt die Gesetze der Welt kennen lernen. In den Physikepochen werden zunächst Akustik und Optik durchgenommen. Später kommt die Mechanik (Hebelgesetz) dazu. Die Lehre von den Säuren und Basen machen im Chemieunterricht das Gesetz der Masse erfahrbar (Verbrennung, Rauch, Wärme).

Geschichten und Biographien von mutigen Entdeckern und Persönlichkeiten vermitteln den Schülern Ideen für die eigene Lebensgestaltung.

Der Fremdsprachenunterricht (Französisch und Englisch) findet ab der 8. Klasse in drei Leistungsstufen statt, wovon alle profitieren.

Die Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung und zum selbständigen Arbeiten, die in den letzten Jahren angelegt wurde, wird nun verstärkt eingesetzt und verfeinert.  Ein Teil der Schulzeit ist denn auch für selbstständige Arbeiten und Projekte reserviert. Ihren Abschluss findet sie mit der Projektarbeit in der 9. Klasse, für die sich die Schülerinnen intensiv mit einem selbstgewählten Thema in unterschiedlichster Art auseinander setzen und die am Ende auch der Schulgemeinschaft vorgestellt wird.

Mittelschulstufe

10. – 12. Klasse

Die FOS Freie Mittelschule in Muttenz und die RSS Birseck in Aesch sind Partnerschulen der Rudolf Steiner Schule Münchenstein.

                  

 

    

 

Sie setzen die obligatorische Schulzeit mit der Mittelschulstufe über die Klassen 10, 11 und 12 fort.  Lehrplan, Methodik und Didaktik orientieren sich an den pädagogischen Grundsätzen der Waldorfpädagogik. Als Gesamtschulen schaffen sie Brücken zur Berufslehre, zur Fachhochschule und zur gymnasialen Matur. Nebst den attraktiven Abschlüssen und Anschlussmöglichkeiten legen die Schulen Wert auf die optimale Verbindung von breiter Allgemeinbildung mit ausgeprägten sozialen, künstlerischen, handwerklichen und methodischen Fähigkeiten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der FOS und der RSS Birseck.

Nachstehend Links zu spannenden Projekten, die sich aus der FOS entwickelt haben:

FOSvelos - Liegeräder selber bauen und die Welt damit erkunden

FOSsailing - Hochsee Segelsport und Ausbildung

 

Kontakt und Anmeldung

Sie interessieren sich für unsere Schule?

Haben Sie Fragen oder möchten Sie ein persönliches Gespräch vereinbaren? 

Unser Sekretariat ist für Sie da:
061 413 93 73 (Mo - Fr, 8.00 - 11.00 Uhr)
E-Mail: sekre@rssm.ch

Übertritte an weiterführenden Schulen

Der «Kompass» informiert über die weiterführenden Ausbildungen nach Abschluss der Rudolf Steiner Schule und die aktuellen Zulassungsbestimmungen der Ausbildungsinstitutionen in der Schweiz, auf die in den Integrativen Mittelschulen vorbereitet wird.

 Hier direkt zum Kompass

Herausgeberin des «Kompass» ist die Koordinationsstelle Rudolf Steiner Schulen Schweiz.