Projekte


Projekte

Projekte an der RSSM

Weg und Ziel im Auge

Gemeinsam konzentriert an einer Aufgabe oder einem Thema arbeiten

Projekten kommt an unserer Schule eine wichtige Rolle zu. Sie fördern und fordern die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichste Weise:

  • Konzentration auf ein Thema, das mit einem definierten Beginn und Ende in der Regel in einer Präsentation seinen Abschluss findet
  • Die konzentrierte Beschäftigung mit einem gemeinsamen Thema födert die Motivation der Einzelnen, das gemeinschaftliche Erleben und den Zusammenhalt als Gruppe.
  • Projekte sind im Prozess und in der Präsentation ein besonderes, sich einprägendes Erlebnis für den Einzelnen und die Gemeinschaft.
  • Projekte offerieren die Möglichkeit, sich stark zu vertiefen in das ausgewählte Thema oder den ausgewählten Bereich (Zirkus, Theater, Eurythmie u.a.)

Projekttage

Gemeinsam die Nase in Neues stecken

Seit 2012 nutzen wir die kurze Schulwoche vor Auffahrt, um klassenübergreifend nach einem schulnahen Motto verschiedene Kurse anzubieten, die sonst im Schulalltag zu kurz kommen.

 „Alle Stühle weg“ – der Unterricht findet mit viel Bewegung statt.

Bis zur 6. Klasse werden klasseninterne Projekte angeboten, die Themen aus dem Lehrplan und darüber hinaus aufgreifen. So beschäftigen sich die einzelnen Klassen u.a. mit:

  • Schafscheren
  • Bienen 
  • Fahrradtour
  • Sommerspielproben
  • Olympische Spiele

Von der 7. bis 9. Klasse können die Schüler klassenübergreifend ihren Neigungen entsprechend verschiedene Themen wählen. Im Angebot gibt es u.a.:

  • Ausflug nach Colmar (auf Französisch)
  • Kennenlernen der französischen Küche (auf Französisch)
  • Naturerlebnis mit Übernachten ohne technische Hilfsmittel
  • Erste Hilfe
  • Verschönerung Naturwissenschaftszimmer
  • Fotodokumentation
  • Fischen
  • Ultimate Fresbee
  • Film: „Die steinerne Festung“

Sommerspiel der 4. Klasse

Liebe und Verständnis zur Natur entdecken und entwickeln

Ein berührendes, begeisterndes Projekt, das in keiner 4. Klasse fehlen darf!

Im Sommerspiel lebt die Hingabe und Liebe des Kindes zur Natur, ebenso wie seine Freude an der Bewegung, der Sprache und der Musik. Die Harmonie und Einheit von Licht, Farbe, Tönen, Sprache und Eurythmie ermöglichen eine Einheit, deren Vollkommenheit immer wieder begeistert und die Kinder in ihrem tiefsten Wesen erfüllt.

Die Elemente von Wasser, Licht, Luft und Festem werden in den Gestalten der Undinen, Feuerwesen, Sylphen und Gnomen erlebt. Alle kommen zu ihrem „Meister“, wenn die Sonne an Johanni hoch am Himmel steht.

„Hat der Sonne goldner Bogen den Zenith erklommen, seid ihr alle hergerufen.“

So spricht Pan, der Meister, zu seinen Helfern. Pan, die Gestalt aus der griechischen Mythologie, steht stellvertretend für die Lebenskraft, die die Natur ordnet und gestaltet. Die Elementarwesen berichten ihm, wie sie in der Natur wirken und weben. Pan lauscht ihnen liebevoll, gibt ihnen Mut zu ihren Aufgaben und entlässt sie wieder.

„Auf denn zur Arbeit, ihr Regsamen alle!“ ruft Pan ihnen zu.

Sie halten der Quelle Spiegel rein, sie dichten das Gestein, sie wärmen die Erde, sie begleiten die Vögel, um nur Weniges zu nennen.

Die Kinder der vierten Klasse erleben im schönsten Sinne die Liebe und das Verständnis für die Natur. Sie schlüpfen unendlich gerne in die Gestalten dieser Wesen. Die Kinder lieben es aber auch, die ruppigen, spassigen Faune zu spielen, die Helfer Pans.

Nicht zuletzt gehört eine wunderbare Musik dazu, wenn sich die Wesen offenbaren oder der Faunentanz getanzt wird. Ulrich Stoller hat die Melodien, die von Vielen seit Generationen geliebt werden, vor mehr als vier Jahrzehnten geschrieben.

Das Sommerspiel ist ein richtiges Gesamtkunstwerk und eine gesamtschulische Zusammenarbeit: Instrumentalisten der oberen Klassen spielen die Musik. Ein kleines, klassenübergreifendes Team von Kindern spielt das Vor- und Nachspiel und ein Erwachsener oder ein Schüler aus der FOS übernimmt die Rolle des Pan. Ein wahrhaftes Schulereignis zum Abschluss des Schuljahres!

 

Zirkusprojekt der 5. Klasse

Hereinspaziert!

Üben. Scheitern. Üben. Dranbleiben. Üben. Erfolg haben.

An unserer Schule wird in der 5. Klasse – wie an vielen anderen Rudolf Steiner Schulen auch – ein Zirkusprojekt durchgeführt.

Die Kinder sind zu diesem Zeitpunkt von ihrer körperlichen Entwicklung noch in einer harmonischen Ausgewogenheit: Sie sind kräftig genug, das viele trainieren und üben auszuhalten und bringen noch – bevor das pubertäre Längenwachstum einsetzt – genügend Leichtigkeit sowie eine grosse Portion Freude mit, um sich mit viel Elan ins Zirkusprojekt zu stürzen.

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Willensschulung. In überschaubarem Rahmen lernen die Kinder, was es heisst zu üben. Sie machen die Erfahrung, dass es manchmal einfach nicht weiter geht und sie am liebsten aufgeben möchten. Wenn die Kinder lernen (mit Unterstützung der betreuenden Lehrerin und anderer Helfer), diesen Punkt zu überwinden und dranzubleiben, ist das für sie ein grosses Erfolgserlebnis. Sie machen die überaus wertvolle Erfahrung: “Ich kann, wenn ich will”.

Nicht zuletzt lernen die Kinder mit diesem Projekt auch, wie wichtig es ist, dass alle zusammenarbeiten für eine gelungene Aufführung. Sie erfahren die Kraft der Gemeinschaft “Nur als Team sind wir stark”. Die Klassengemeinschaft wird gestärkt, es entsteht Freude am gemeinsamen Tun.

Theaterprojekt der 8. Klasse

Vorhang auf!

Aber vorher muss die ganze Klasse mitanpacken.

Was soll das Theater?

Theater spielen ist ja schön und gut! Aber versäumt man da nicht viel zu viel Unterricht? Diese Frage ist absolut berechtigt. Auch wir stellen sie uns jedes Jahr von Neuem. Wenn eine 8. Klasse mit ihren dazugehörigen Lehrern dann doch beschliesst: Wir wollen ein Theaterstück! - dann ist das eine Entscheidung von grosser Tragweite.

Die Schülerinnen lesen Stücke und stellen sie sich gegenseitig vor. Sie bilden Arbeitsgruppen zu Bühnenbild, Kostümgestaltung, Programm und Organisation. Sie arbeiten eigenverantwortlich in ihrem Bereich und proben intensiv. Am Ende sieht alles so einfach aus. Wie schnell sind die Aufführungen als krönender Abschluss vorbei.

Was bleibt? Die Schüler haben wichtige Erfahrungen gemacht: sie haben an Selbstvertrauen gewonnen, ihre Sozialkompetenz verfeinert, ihr Durchhaltevermögen gestärkt sowohl in den praktischen Arbeiten als auch im Schaffen eines Kunstwerks. Mit einem Satz: Sie haben viel gelernt!

Projektarbeit der 9. Klasse

Intensive Auseinandersetzung mit einem selbstgewählten Thema.

Begeisterung und Widerwille, Krisen, Abkommen vom Weg, Neuausrichtung, Konzentration: Geschafft!

Worum geht's?

Arbeit ist sicher anstrengend und wer hat schon Lust sich anzustrengen? Schule ist eben ein notwendiges Übel! Am Ende der 9. Klasse kann ich wenigstens entscheiden, wie es bei mir weitergeht... (So könnte ein Schüler reden.)

„Stell dir vor, es gäbe ein Thema, das dich interessiert! Zu diesem Thema fängst du an Material zu sammeln, Menschen zu sprechen, selber Nachforschungen anzustellen. Diese Arbeit dokumentierst du dann schriftlich. Zudem bearbeitest du dein Thema praktisch, indem du etwas entwirfst oder konstruierst, bastelst, tüftelst, nähst...“ (So könnte eine Lehrerin reden.)

Nach anfänglichem Widerwillen wegen dem damit verbundenen „Stress“ fangen die SchülerInnen allmählich Feuer für ihr selbstgewähltes Thema. Die Krisen kommen meistens von alleine und wollen überwunden werden.

Am Ende findet vor der Schulgemeinschaft eine Präsentation der Projektarbeiten statt. Es ist immer wieder schön, zu erleben wie sehr diese Arbeit die Schülerinnen und Schüler verändert: Aufgestellte junge Menschen erzählen und zeigen engagiert die Früchte ihres Tuns oder, um auf die Einleitung zurückzukommen: ihren persönlichen Blumenstrauss.

Sie sind jetzt wirklich reif zu entscheiden, wie es nach der 9. Klasse weitergehen soll.