Angebot


Angebot

Rudolf Steiners Pädagogik

Zur Persönlichkeit reifen

Wir richten unsere Arbeit an den Bedürfnissen und am Wohl des Kindes und des Jugendlichen aus.

Rudolf Steiner entwickelte aus seinem umfassenden Weltbild eine Pädagogik, die den Entwicklungsbedürfnissen des werdenden Menschen gerecht werden will. Ziel ist es, sich an dem zu orientieren, was ein Kind braucht, um zur vollwertigen, gesunden, unabhängigen Persönlichkeit zu wachsen, die in Freiheit ihre Entscheidungen zu treffen vermag. Dabei verändern sich diese Bedürfnisse mit dem Heranwachsen des Kindes.

Entwicklungs-bedürfnisse

Zum richtigen Zeitpunkt

In der Elementarstufe, zu der Spielgruppe, Kindergarten sowie 1./2. Klasse gehören, ist es wichtig, dem Kind elementare Sinneserlebnisse zu ermöglichen. Es braucht Raum für nachahmendes Spielen sowie Struktur (Rhythmus), Wärme und Geborgenheit.

In der Spielgruppe sind es vor allem die kinästhetischen Sinneserlebnisse (über den Tastsinn) sowie die Entwicklung des Gleichgewichtssinns, die eine gesunde Entwicklung des Kindes fördern. Im Kindergarten geht es dann darum, erste soziale Fähigkeiten zu entwickeln und die eigene Fantasie in die Welt zu bringen. Dies geschieht durch Rollenspiele und das nachahmende Spiel mit Puppen und Bauklötzen und an der Werkbank. Reigen, Lieder und Sprüchli im Kreis sind jetzt wichtig und fördern die Fähigkeit des Kindes, Schönheit im Künstlerischen und Sozialen kennenzulernen.

Mit Eintritt in die Schule (1./2. Klasse) betritt das Kind die Welt der Buchstaben und Zahlen. Die im Kindergarten erlernten Fähigkeiten bilden dabei die Grundlage dafür, dass das Kind nun bereit ist, Neues zu lernen.

Die Jahre der Grundstufe (3. – 6. Klasse) sind geprägt vom Entwicklungsbedürfnis des Kindes nach Lebenssicherheit. Das Kind will verstehen, was um es herum geschieht (Umwelt), sich dem, was von ihm gefordert wird, gewachsen fühlen und den Sinn dieser Forderungen einsehen (Kohärenzgefühl à verlinken).

Ab dem dreizehnten Lebensjahr und mit Beginn der Mittelstufe (7. – 9. Klasse) interessieren sich die Jugendlichen für die Gesetze der Welt. Die Unterrichtsinhalte müssen genau durchschaut werden können. Naturwissenschaftliche Epochen (Physik, Chemie, Geometrie u.a.) kommen diesem Entwicklungsbedürfnis entgegen. Die Jugendlichen werden jetzt immer stärker dazu aufgefordert, sich im Rahmen von Projektarbeiten selbständig mit einem Thema auseinander zu setzen.

Die Oberstufe (10. – 12. Klasse) festigt und wandelt das Erlernte und Erworbene zu selbstkompetentem Wissen. Die Jugendlichen gewinnen an Übersicht und erkennen Zusammenhänge. Sie sind zu Persönlichkeiten gereift, die in Freiheit ihrem Leben eine Richtung zu geben vermögen.

Pädagogische Mittel

Das passende Rezept

Die Mittel, mit denen wir unsere Ziele erreichen, heissen:

  • Epochen und Projekte
  • Bewegung und Rhythmus
  • Schönheit und Kunst
  • Handfertigkeit und elementare Tätigkeiten
  • Klassengemeinschaft und Klassenlehrersystem
  • Intensive Teamarbeit im Kollegium
  • Hohes persönliches Engagement der Mitarbeitenden

Die Pädagogik Rudolf Steiners will mit diesen Grundsätzen und Mitteln dem heranwachsenden Menschen Leitplanken zu seinem Lernen und Wachsen vermitteln. Er soll nicht frühzeitig an die hohen Anforderungen der Leistungsgesellschaft gewöhnt bzw. dafür getrimmt werden. Vielmehr ist es ihr Ziel, ihn in jeder Beziehung stark zu machen, damit er als Erwachsener späteren Belastungen gewachsen ist.